Ausblick 

 

Seit drei Jahren ist das Projekt Hingucker Hamburg im Haus der Jugend im Osdorfer Born verortet. Innerhalb dieser drei Jahre wurde sich an die Bedürfnisse der Jugendlichen im öffentlichen Raum genähert und baulich umgesetzt. Immer wieder kam die Thematik des gemeinsamen Verweilens im öffentlichen Raum auf.

In den nächsten zwei Jahren  geht es um den Wunsch der Jugendlichen, etwas Bleibendes im öffentlichen Raum zu schaffen. Im weiteren Hingucker-Prozess werden in diesem Jahr zunächst  Prototypen von kleineren Sitzmöbeln entwickelt, aus denen dann ein Element ausgewählt wird, welches im zweiten Jahr in Serie produziert wird. Als wiederkehrendes Element, welches den Ansprüchen der Jugendlichen sowie den Anforderungen des Management des öffentlichen Raums gerecht wird, wird dies an ausgewählten Orten im öffentlichen Raum aufgestellt. In Ihrer Summe und gemeinsamen Formsprache verweisen sie auf ein größeres Ganzes. Beispielhaft wären hier die Hamburger Strahlensessel in Planten und Blomen zu nennen.

Die Gestaltung des Sitzelementes sowie die Orte sind ergebnisoffen und Produkt des gemeinsamen Prozesses mit den Jugendlichen sowie weiteren notwendigen Akteuren.

 

Termine und Inhalte:

 

2016 Mai: Vorbereitung

In der Vorbereitungsphase möchten wir das Hingucker Projekt wieder in das Bewusstsein der Jugendlichen rücken. Mit Sprühkreide + Hingucker-Logo, Kameras und Sitzsack erkunden die Jugendlichen den Stadtteil und markieren Orte, die sie sich gerne aneignen würden.

 

2016 Juni: Ideenphase

In der Ideenphase nähern wir uns der Vorstellung, welchen Ansprüchen ein universelles Sitzelement für Jugendliche gerecht werden muss und wie dieses auszusehen hat. Die Ideen der Jugendlichen werden in erste Steggreif-Modelle übersetzt.

14.06.2016, ab 16 Uhr: HdJ Osdorfer Born

18.06.2016, ab 14 Uhr: Nachbarschaftsfest Depenkampsiedlung

20.06.2016, ab 15 Uhr: DRK Zentrum Osdorfer Born

 

2016 August: Bauworkshop

 In der Umsetzungsphase 2016 werden drei bis fünf der Ideen als Prototypen im Maßstab 1:1 gebaut. Vorgesehene Materialien sind Holz, Beton und Stahl. Die Materialien selbst sowie die Werkzeuge, die für die Verarbeitung gebraucht werden, stellen einen wichtigen Moment dar, das Interesse der Jugendliche zu gewinnen und zu binden. Am Ende der Umsetzungsphase werden alle entworfene Prototypen vorgestellt und im Haus der Jugend ausgestellt.

24.-26.08.2016, ab 14 Uhr: vor dem HdJ Osdorfer Born

Weitere Termine sind kurzfristig denkbar und werden hier bekannt gegeben.

 

Sommer 2016: Präsentation Öffentlichkeit und Jurysitzung

Bei dem Sommerfest des Bürgerhaus Bornheide werden die gebauten Prototypen der Öffentlichkeit vorgestellt, diskutiert und ein Meinungsbild eingeholt. Eine Jury, bestehend aus Jugendlichen, einem Vertreter des Haus der Jugend, einem Designer von Bauer+Planer  sowie einem behördlichen Vertreter wählt ein Sitzelement aus, welches im kommenden Jahr in Serie produziert wird. 

19.09.2016, ab 14 Uhr: Kulturfest Bürgerhaus Bornheide

 

2016 September: Detailplanung

Im Herbst 2016 wird die von der Jury ausgewählte Konstruktion von den Experten Bauen+Planer sowie dem JAS-Team verfeinert. Es findet ein Abstimmungsprozess zwischen der Idee der Jugendlichen und den behördlichen/TÜV Auflagen statt. Ziel ist es aus der Idee der Jugendlichen ein dauerhaftes Design für den öffentlichen Raum sowie eine Bauanleitung zu schaffen. Ebenso findet ein Abstimmungsprozess bezüglich der von den Jugendlichen gewünschten Orte statt.

Um einen Anreiz zur stetigen Teilnahme an dem offenen Beteiligungsformat während der Umsetzungsphase 2016 zu schaffen, ist ein Bau- und Designpraktikum bei Bauer + Planer für vereinzelte Jugendliche während der Detailplanung im Herbst vorgesehen.

 

2017 Frühjahr:  Umsetzung Serienproduktion

Ab dem Frühjahr 2017 finden einzelne Bauworkshops statt, bei denen das detailliert geplante Sitzelement mit den Jugendlichen nach einem Bauplan in Serie produziert und im öffentlichen Raum platziert wird. Dies geschieht am Haus der Jugend. Weitere Standorte sind denkbar. Unterstützt wird dies von Studierenden des Wahlpflichtfaches „baukulturelle Bildung von Jugendlichen“ der HCU.

 

Kontakt: Jenny Ohlenschlager